Gedanken zur Zeit

29. Juli 2020
Diakonin Claudia Gürtler

Ein guter Freund

Ein Blick in einen Kalender mit besonderen Tagen zeigt an: Morgen ist der internati-onale Tag der Freundschaft. Auf einmal habe ich das Lied von den Comedian Harmonists im Ohr: „Ein Freund, ein gu-ter Freund, das ist das Beste was es gibt auf der Welt.“
Ja, da unterschreibe ich so-fort. Und damit meine ich nicht die Freunde, die ich in sozialen Netzwerken als Freunde angeben soll. Das sind zum Teil ja nicht mal richtige Bekannte.
Nein, ein Freund, das ist et-was Besonderes und Wertvol-les.
Ein Freund, der oder die muss nicht immer um mich herum sein. Es gibt Menschen, die sehe ich nur selten, aber ich weiß, sie sind für mich da. Ich kann nachts anrufen, weil mich etwas bewegt, positiv wie negativ und sie hören mir zu. Und sie würden sich auch sofort auf den Weg machen, wenn sie merken, ich brauche sie jetzt. Und wenn ich mich dann auch einfach mal so wie-der mit diesen Freunden tref-fe, dann ist sofort, auch nach langer Pause, wieder dieses Gefühl der Vertraut-heit da, wie es sich nur bei guten Freunden einstellt.
Auch in der Bibel gibt es viele Stellen, in denen es um Freundschaft geht. Diese Stelle Stelle aus den Sprü-chen Salomos kennt zwei Arten von Freunden, so wie ich es auch erlebt habe: „So genann-te Freunde können dich rui-nieren; aber ein echter Freund hält fester zu dir als ein Bruder.“
Und dann passt auch wieder das Lied im Ohr: Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.

Claudia Gürtler, Diakonin

 

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