Mitgegeben auf den Weg

04. Juni 2021
Margrit Liedtke

Ich komme gerade vom Einkaufen. Mein Einkauf ist eingeräumt und ich denke darüber nach, was mir passiert ist. Es war eigentlich nichts Besonderes und kann immer mal vorkommen. Die Verkäuferin an der Kasse hatte aus Versehen zu viel abgerechnet und ich habe es erst gemerkt, als mein Einkauf schon im Auto verstaut war. Die Verkäuferin war neu und kannte mich nicht. So ging ich anschließend zu einem Verkäufer, der mich kannte und erzählte ihm davon. Er glaubte und vertraute mir sofort, ging zur Kasse und gab mir das Geld. Zuhause fühlte ich mich richtig gut und dachte, es ist so schön wenn die Menschen einen kennen und darauf vertrauen, dass man sie nicht über den Tisch ziehen will. Fühlt Gott sich auch so gut, wenn wir ihm vertrauen.

Ja, ich weiß, das sind menschliche Bilder, aber wir sind menschlich und können auch nur so von ihm reden. Kann man Gott auch nur vertrauen, wenn man ihn kennt? Wie lernt man Gott kennen? Geht das überhaupt? Aus der Bibel kennen wir viele Geschichten von Menschen, die ihre Erfahrungen mit Gott in ihrer Zeit gemacht und in ihren Bildern und Worten weitergegeben haben. Diese Erfahrungen können uns helfen und Mut machen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Dabei verändern sich unsere Vorstellungen von Gott im Laufe des Lebens. Gespräche über Gott und das Nachdenken über schwierige Fragen helfen, den eigenen Glauben immer wieder auf das Leben zu beziehen.

Margrit Liedtke(Diakonin)

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