Mitgegeben auf den Weg

17. Juli 2021

Jede Woche versucht in dieser Rubrik ein Kollege/eine Kollegin Ihnen etwas für den Weg mitzugeben. Mit Beginn der Urlaubszeit will ich das Thema heute einmal umdrehen. Was nehmen Sie denn selbst mit auf den Weg?
Für meine geplante Pilgertour weiß ich: über jedes Gramm zu viel werde ich mich auf dem Weg ärgern. Also wird streng die Packliste abgearbeitet und dreimal geprüft, auf was ich verzichten kann. Dann halte ich inne: gibt es da nicht auch Dinge, auf die ich nicht verzichten will? Ein paar Familienfotos oder der Schutzengel am Schlüsselbund: Dieses Extragewicht trage ich gern.
Und dann gibt es da noch die anderen Dinge, die ich mitschleppe: Gedanken an die Arbeit, Sorgen und Anspannungen der letzten Zeit. Die lassen sich nicht so einfach von der Packliste streichen. Gern trage ich diese Dinge nicht mit mir herum. Und trotzdem entschließe ich mich, sie ganz bewusst mit auf den Weg zu nehmen. In meinen Ohren klingt die Zusage aus dem ersten Petrusbrief: „Alle eure Sorge werft auf Gott; er sorgt für euch!“ Daran will ich mich orientieren und so vielleicht jeden Tag eine Sorge aus dem Gepäck schmeißen.
Mir gefällt die Vorstellung, dass meine Sorgen eben nicht Zuhause auf mich warten, weil ich sie kurzzeitig vergessen habe, sondern dass ich einige von ihnen auf dem Weg lassen kann. Also: was nehmen Sie mit auf den Weg? Was muss dabei sein, weil es unverzichtbar ist? Und was darf gern auf dem Weg bleiben?

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Ferien- und Urlaubszeit!

Mirja Rohr, Pastorin der Kirchengemeinde Ahlden

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