Mitgegeben auf den Weg

18. Dezember 2021

Wellenbrecher

Das Wort „Wellenbrecher“ wurde jüngst zum Wort des Jahres 2021 gewählt. Wellenbrecher dienen dem Schutz von Küsten und Schiffen. Molen und Buhnen sind solche Wellenbrecher. Sie verhindern die Zerstörung von Booten und Ufern, weil sie die zerstörerische Energie der Wellen abwenden.

Ich finde, die Gesellschaft für deutsche Sprache hat hier eine sehr gute Entscheidung getroffen. Das liegt zum einen daran, dass ich das Meer sehr mag. Wenn ich an Wellenbrecher denke, dann sehe ich den Strand und gehe in Gedanken spazieren. Das mache ich sehr gern. Ich kann das Meer dabei fast hören und riechen.

Mir gefällt außerdem, dass das Wort des Jahres eine konstruktive Zielrichtung hat. In diesen pan- demischen Zeiten versteht man unter Wellenbrechern alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Zahl der Infektionen zu senken. Die kennen wir inzwischen so gut, dass ich sie gar nicht mehr aufzuzählen brauche. Ich finde, wir brauchen in diesen Tagen darüber hinaus mentale Wellenbrecher. Also Maßnahmen, die uns helfen, mit der Wucht der schlechten Nachrichten fertig zu wer- den. Mein persönlicher Wellenbrecher ist in diesen Wochen unser neu entdeckter Adventskalen- der. Statt der zweiten Runde Nachrichten am Abend trinken wir jetzt einen Tee und öffnen die nächste Tür. Dabei haben wir meist gute Laune. Tür für Tür gehen wir so auf Weihnachten zu.

Haben Sie auch einen Wellenbrecher?

Pastorin Silke Meisner, Seelsorgerin in der Klinik Fallingbostel

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