Immer funktionieren müssen, keine Schwäche zeigen und bloß nicht zur Ruhe kommen: Viele Menschen kennen diesen Druck.
Unter dem Motto „Endlich Ruhe!“ lädt die evangelisch-lutherische Nachbarschaft Nord am Mittwoch, 18. November, um 19 Uhr zu einem Buß- und Bettagsgottesdienst mit Abendmahl in die Pauluskirche Bomlitz ein.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Sehnsucht nach einer Ruhe, die mehr ist als eine Pause vom Alltag. Es geht um den Druck, immer etwas leisten zu müssen, um Selbstzweifel und um die Frage, wie Menschen mit ihren Fehlern und Enttäuschungen leben können. Dabei spielt ein biblisches Versprechen eine wichtige Rolle: „Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.“
Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag, der seit 1995 in Niedersachsen kein gesetzlicher Feiertag mehr ist. Seinen Platz im kirchlichen Kalender hat er dennoch behalten.
„Buße klingt für viele nach erhobenem Zeigefinger und schlechtem Gewissen. Dabei steckt darin eine große Freiheit: Ich darf ehrlich auf mein Leben schauen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen. Und ich darf darauf vertrauen, dass Gott mich trotzdem liebt“, sagt Pastor Sören Bein.
Die Besucher sind eingeladen, im Gottesdienst persönliche Belastungen auf kleine Kärtchen zu schreiben. Das können Dinge sein, die sie falsch gemacht haben, Verletzungen, die sie erfahren haben, oder Sorgen, die sie schon lange mit sich herumtragen. Während des Abendmahls besteht die Möglichkeit, diese Kärtchen symbolisch abzulegen. Was darauf steht, bleibt ihre persönliche Angelegenheit.
Zur evangelisch-lutherischen Nachbarschaft Nord gehören die Kirchengemeinden Bomlitz, Bad Fallingbostel, Dorfmark und Bommelsen. Sie gestalten gemeinsame Gottesdienste und weitere kirchliche Angebote. Der Buß- und Bettagsgottesdienst findet in diesem Jahr in der Pauluskirche Bomlitz statt.