Sein Name ist 4BBRW, und er legte ohne Zwischenstopp eine Strecke von über 12.000Kilometern zurück. Weltrekord! Er startete am 18. September 2020 in Alaska und landeteohne Unterbrechung neun Tage später an seinem Sehnsuchtsort in der Bucht Firth of Thamesin Neuseeland südöstlich von Auckland. Dort hatte man ihn im Jahr zuvor mit vier Farbenberingt, die ihm seinen Namen gaben: 4-Blau-Blau-Rot-Weiß. Außerdem hatte man ihm einenwenige Gramm schweren Sender umgehängt, der regelmäßig seine Positionsdaten an einenSatelliten meldete. So konnten die Forscherinnen und Forscher seinen Nonstop-Langstreckenflug genau nachverfolgen. Bei dem Weltrekordler handelt es sich übrigens umeine männliche Pfuhlschnepfe.
In Neuseeland sind die Winter milder als in Alaska. Aber was geht in einer Pfuhlschnepfe vor,dass sie Jahr für Jahr diese Strapazen auf sich nimmt? Ist die Sehnsucht nach demSehnsuchtsort evolutionär in die DNA des Lebens eingegraben?
Das Neue Testament enthält eine Fülle von Hinweisen, dass diese diesseitige Welt nicht allesist. Hebräer 13,14 sagt es so: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftigesuchen wir.“Das ist keine Vertröstung auf´s Jenseits. Unsere Hoffnung kann im Gegenteil ein Antrieb sein,jenen Menschen zu helfen, deren einzige Hoffnung es ist, etwas Besseres zu finden als Krieg,Hunger und Verfolgung. Diese christliche Hoffnung auf eine jenseitige Welt ist für vieleChristenmenschen zur Kraftquelle geworden, um notleidenden Menschen in dieserdiesseitigen Welt zu helfen.
Ute Hülsmann, Pastorin in der Krankenhausseelsorge Walsrode