Mitgegeben auf den Weg

18. Juli 2026

Finale — am Sonntag fällt die Entscheidung: Wer wird Fußballweltmeister 2026? Die DFB-Elf ist früh ausgeschieden. Haben Sie trotzdem weitergeschaut?
Ein Turnier, das die Politik draußen lassen wollte, ist so politisch geworden wie lange nicht mehr. Trumps Anruf bei Infantino wegen einer roten Karte hat Sympathien gekostet und die Frage nach Moral und Ethik in der FIFA wieder in den Fokus gerückt. „Halte dich fern von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist“, heißt es im 2. Mosebuch — ein Appell gegen Tricksen und Machtmissbrauch.

Gleichzeitig ist Fußball die vielleicht schönste Nebensache der Welt: Begeisterung, Spannung und gemeinsames Mitfiebern schenken Lebensfreude und können Brücken bauen. Man darf das Spiel lieben und muss doch die Schattenseiten des Geschäfts beim Namen nennen.

Und wie steht es nun um den Fußball-Gott, der möglichst jeder Mannschaft zur Seite stehen soll, auch wenn sie gegeneinander spielen? Olli Kahn brachte es auf den Punkt: „Es gibt keinen Fußball-Gott. Es gibt nur einen Gott. Er gibt uns die Kraft, solche Dinge zu erreichen.“ Darum: Ein Spiel bleibt ein Spiel. Und schön ist es, wenn die Regeln befolgt werden. Im Spiel wie bei den ernsten und wichtigen Dingen.  Denn „Gott liebt Gerechtigkeit und Recht“ (Psalm 33,5)

Sven Quittkat arbeitet als Pastor bei der Dachstiftung Diakonie

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